Du hast einen Texter engagiert, um Zeit und Nerven zu sparen? Doch gefühlt ruft er dich ständig an und hat Fragen. Du hast den Eindruck, du hättest den Text gleich selbst schreiben können, anstatt dafür einen Dienstleister zu beauftragen, der dich Zeit und Geld kostet?

Fakt ist: Die Arbeit eines Texters kann nur so gut sein wie das Briefing zu Beginn des Auftrages.

Ein kreativer Prozess wie das Texten ist lebendig. Anders als bei fertigen Produkten oder Dienstleistungen, entwickelt und verändert er sich im Laufe des Auftrags. Korrekturschleifen sind normal und sogar ein wichtiger Bestandteil.

Sie gehören dazu, solange sie im Rahmen bleiben und weder Auftraggeber noch Auftragnehmer zeitraubend und lästig erscheinen. Wenn einer der Beteiligten beginnt mit den Augen zu rollen und jegliche Motivation zu verlieren droht, wird es schwierig. Für beide Seiten.

Denn niemand arbeitet gern umsonst. Deshalb möchte ich dir in diesem Blogpost zeigen, wie du es schaffen kannst, Änderungen an Texten in einem vernünftigen und kalkulierbaren Rahmen zu halten.

#1 Probetexte anfordern

Wenn du einen Texter nicht kennst und dir unsicher bist, ob die Chemie zwischen euch stimmt und ihr dieselbe Sprache sprecht, dann lass dir Probetexte schicken. Schau außerdem auf der Webseite des Texters vorbei und lies seine Blogartikel. Wenn dir die SCHREIBE gefällt, ist das ein gutes Zeichen. Wenn du den Schreibstil unsympathisch oder kompliziert findest, suche weiter.

#2 Intensives Briefing

Ohne detailliertes Briefing geht nichts. Das klingt erst einmal paradox. Du musst Zeit investieren, um den Texter deiner Wahl „auf Spur zu bringen“. Texter brauchen einen Bauplan. Das ist ähnlich wie bei Architekten. Die bauen ja auch nicht einfach drauf los, sondern überlegen sich vorher, was sie möchten und was sie dafür brauchen.

Vier einfache Fragen:

  • An wen richtet sich der Text?
  • Was ist das Ziel des Textes? (Was wollen wir mit dem Text beim Leser erreichen, z.B. Verkäufe generieren, Newsletter-Abonnenten gewinnen?)
  • Welche Sprache spricht der Text (Duzen oder siezen wir den Leser? Soll der Text eher sachlich oder flippig klingen?)
  • Gibt es besondere Anforderungen (z. B. Schweizer Rechtschreibung, Meta-Tags, Links)

 

Texterin Sandra Brestrich

#3 Klare Absprache

Definiere klar und deutlich, was du von deinem Texter erwartest. Das hilft beiden Seiten, Missverständnisse zu vermeiden. Zum einen kann der Texter nur dann ein seriöses Angebot formulieren, wenn er den Umfang des Auftrages kennt. Zum anderen steckt ihr damit den Rahmen für eure Zusammenarbeit ab. Wenn der Texter einen Blogartikel für dich schreiben soll und du dann meinst, er könne doch auch gleich noch deine Webseite neu texten, wird es schwierig.

 

#4 Perfekt Unperfekt

Ein Texter ist auch nur ein Mensch. Und so hat jeder Texter seine Eigenheiten, seine Fachkenntnisse und eben auch Gebiete, die ihm nicht liegen. Wenn du schon eine Weile mit einem Texter zusammenarbeitest, seid ihr sicher ein eingespieltes Team. Du weißt, wie dein Texter tickt, wie lange er für deine Aufträge braucht und was du von ihm menschlich und fachlich erwarten kannst.

Eins ist sicher: Den perfekten Texter gibt es nicht. Menschen sind verschieden. Texter A schreibt vielleicht sprachlich brillant, setzt aber jedes zweite Komma falsch. Texter B setzt Kommata richtig, schreibt aber schlampig und formuliert seine Gedanken nicht nachvollziehbar aus. Texter C braucht ewig lang und wird aber hektisch und schludrig, wenn er kurz vor Urlaub steht.

Fehler sind menschlich und passieren. Auf beiden Seiten. Wenn du ein gutes Verhältnis zu deinem Texter hast, wird er verstehen, dass manchmal Änderungen notwendig sind, die anfangs nicht abzusehen waren.

 

#5 Das „Was“ und das „Wie“

Besprich mit dem Texter deiner Wahl nicht nur inhaltliche Vorgaben, sondern auch zeitliche.

Bei größeren Projekten empfehle ich dir, Meilensteine festzulegen. Wenn du dich in regelmäßigen Abständen mit deinem Texter austauschst, könnt ihr Fehler rechtzeitig erkennen und gegebenenfalls den Kurs korrigieren.

Kommuniziere auf Augenhöhe. Es ist schön, wenn du eine konkrete Vorstellung von deinem Text hast. Bleib jedoch offen für die Sichtweise und die Vorschläge deines Texters. Es beherrscht das Handwerk und kennt die Eigenarten seiner Branche.

 

Fazit:

Je ausführlicher du deinen Texter briefst, desto weniger Korrekturschleifen brauchst du. Was anfangs nach viel Arbeit aussieht, zahlt sich zum Ende hin aus. Und das sollte in deinem Interesse sein.